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Leistungen - Schröpfbehandlung

Schröpfbehandlung
Die Schröpfbehandlung ist Jahrtausende alt, älter als der Aderlass und die Blutegelbehandlung. Die chinesische Heilkunde einbezogen, können wir auf eine mindestens 5000 Jahre alte Geschichte der Schröpfanwendung (Bambusnäpfe, Kuhhörner, Aussaugen) zurückblicken.

Es wird unterschieden zwischen blutigem Schröpfen, trockenem Schröpfen und der Schröpfkopfmassage.

Wirkung

Durch das Setzen von Schröpfgläsern auf die Haut, die unter Vakuum stehen, wird eine Saugwirkung auf das darunter liegende Gewebe ausgeübt, die zu kleinen petechialen Einblutungen (Hämatom) im Gewebe führen kann.

So werden durch Schröpfen Durchblutung und Stoffwechsel verbessert, Muskelverspannungen und Gelosen beseitigt sowie Spasmen an inneren Organen gelöst. Zudem wird der schmerzlindernde Effekt aktiviert und die Selbstregulation stimuliert.

Durchführung

  • Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Aufsetzen der Gläser mit einem Schröpfschnepper oder Blutlanzette durch ca. 20 Einstiche, die etwa 3–5mm tief sind geöffnet. Nach ca. 15–20 Minuten können die Gläser wieder vorsichtig abgenommen werden. Blutig geschröpft werden sollte bei „heißen“ Gelosen, d.h. sie weisen auf einen Füllezustand hin, also auf eine Abflussstörung, die durch das Schröpfen positiv beeinflusst werden kann.
  • Beim trockenen Schröpfen sollte das Schröpfglas nicht unmittelbar an die betroffene Stelle gesetzt werden, sondern um die Reizwirkung auszuweiten – in das umgebene Areal. Zum Beispiel bei „kalten, blasse“ Gelosen. Der Patient ist in einem Leere-Zustand, d.h. der Blutfluss ist gestört.
  • Bei der Schröpfkopfmassage wir der Körper vor dem Aufsetzen der Gläser mit Öl oder Salben eingerieben. Durch den Saugdruck der Gläser wird der Körper 2–4 Minuten bearbeitet bzw. so lange, bis die zu behandelnde Stelle bläulich oder rötlich verfärbt ist. Zum Beispiel zur Lockerung der Muskulatur.

Indikation

  • Akute u. chronische Entzündungen, z.B. HNO-Erkraknungen wie Nasennebenhöhlen- u. Mandel- und Ohrentzündungen
  • Erkrankungen der Atemwege, z.B. Asthma, Bronchitis
  • Probleme mit dem Verdauungsapparat
  • Störungen des Bewegungsapparates, z.B. im Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäulen- Bereich
  • Schwächezustände

Kontraindikation

Wann sollte die Schröpfbehandlung nicht angewendet werden:

  • bei akuten Entzündungen des betreffenden Hautareals
  • bei allergischen Hautveränderungen
  • bei Gerinnungsstörungen
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